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Putzen ohne Rückenschmerzen – Unsere 6 Tipps!


Staubsaugen, Wischen, Fenster putzen und Co. – So unscheinbar die Hausarbeit auch wirken mag: Oftmals sind unbewusste Haltungsfehler an langen Putztagen Auslöser für Rückenbeschwerden. Nicht ohne Grund füllen sich in den Monaten März und April beim Frühjahrsputz verhäuft die Praxen der Orthopäden.

Putzen Rückenschmerzen

Der Haushaltsputz kann ganz schön auf den Rücken gehen – unbewusste Haltungsfehler sind schuld.

 

Volkskrankheit, Rückenschmerzen: Etwa 80 Prozent aller Deutschen leiden unter Rückenbeschwerden. Nicht selten sind diese auf häusliche Pflichten zurückzuführen. Bei vielen macht sich nach dem Staubsaugen, Wischen und Fenster putzen, der Rücken schmerzhaft bemerkbar.

Verantwortlich für die Schmerzen sind jedoch nicht die Hausarbeiten selbst, sondern eine unkorrekte Auführung. Wer sich allerdings beim Putzen clever anstellt, bringt Haus und Wohnung wieder auf Vordermann, ohne sich dabei den Rücken zu verrenken – Dieser Beitrag zeigt ihnen, wie Sie beschwerdefrei durch den nächsten Putztag kommen!

1. Rundrücken beim Saugen und Wischen vermeiden – Putzen ohne bücken


Auf Hüfthöhe nach vorne bücken und beide Arme weit ausstrecken, um selbst feinsten Staub aus jeder Ecke mitzunehmen – rückenfreundlich geht anders. So saugen und wischen wohl die meisten. Dabei wirken jedoch enorme Belastungen auf der Rückenmuskulatur, sodass die Schmerzen nicht lange auf sich warten lassen.

Um beim Putzen einen ungesunden Rundrücken zu vermeiden, sollten Sie sich so wenig wie möglich bücken. Viel rückenfreundlicher ist es, in die sogenannte Schrittstellung zu gehen: mit einem Bein nach vorne schreiten, dieses leicht beugen und das gesamte Gewicht auf dieses Bein verlagern. Somit kann der gesamte Oberkörper aufrecht gehalten werden, was die Rückenmuskulatur von jeglichen Belastungen verschont.

Auch wenn beim Putzen der Staubsauger von einem Raum in den anderen getragen wird, soll stets eine rückenschonende Körperhaltung beibehalten werden. Schwere Objekte wie Wassereimer und Wäschekörbe sollten niemals ruckartig, oder schlimmer noch, mit einem Rundrücken, gehoben werden. Das lädt förmlich dazu ein, sich die nächsten Tage mit Rückenbeschwerden herumzuquälen.

Rückengerecht sieht anders aus. Schwere Gegenstände sollten immer aus der Hocke mit den Beinen und Armen gehoben werden. Halten Sie die Last dabei möglichst körpernah, um unnötige Belastungen der Wirbelsäule zu vermeiden.

2. Bei Reinigungsgeräten auf Ergonomie achten


Rückenbeschwerden sind nicht allzu selten auf Reinigungsgeräte zurückzuführen. Oftmals fließt bei der Anschaffung eines Staubsaugers nur der Preis mit in die Kaufentscheidung. Ergonomie gerät dabei häufig in Vergessenheit. Jedoch ist nicht jedes Reinigungsgerät rückenfreundlich. Wer sich bereits vor dem Kauf gut informiert, bleibt auf Dauer von Rückenbeschwerden verschont.

Es gibt eine Handvoll von Kriterien, welche ein ergonomisches Reinigungsgerät ausmachen. An erster Stelle sollten Sie bei Staubsaugern und Co. auf das Gewicht achten. Ein leichter Staubsauger lässt sich wesentlich leichter manövrieren und von einem Stockwerk in das andere tragen.

Zusätzlich sollte sich jedes Reinigungsgerät auf die individuelle Körpermaße des Benutzers anpassen lassen. Ein zu kurzes Saugrohr lädt förmlich dazu ein, sich in eine vornüber gebeugte Haltung zu begeben, sobald schwer erreichbare Stellen, wie beispielsweise unter dem Bett, gesaugt werden sollen. Rückenbeschwerden lassen somit nicht lange auf sich warten. Ein langes Saugrohr hingegen, ermöglicht es ihnen, selbst schwer zugängliche Flächen zu erreichen und dabei einen geraden Rücken zu halten.

3. Holen Sie sich Hilfe ins Haus


Nein, die Rede ist nicht von einer teuren Putzkraft, sondern von automatisierten Haushaltsrobotern. Noch vor einem Jahrzehnt hätten wir uns es in unseren kühnsten Träumen nicht vorstellen können, dass bald automatisierte Roboter für uns das Putzen übernehmen, während wir uns auf der Couch zurücklehnen. Tatsächlich handelt es sich dabei um mehr, als nur Science-Fiction. Die kleinen scheibenförmigen Helferlinge finden sich hierzulande in immer mehr Haushalten.

Dabei sind die neueren Modelle lange nicht überteuerte Gerätschaften, die unkoordiniert durch die Wohnung flitzen. Die moderne Gerätegeneration der Haushaltsroboter verfügt über intelligente Sensoren, welche eine systematische Reinigung erlauben. Der Saugroboter von Heute weiß beispielsweise, welche Stellen er bereits abgefahren hat und erkennt, ob sich Hindernisse, wie Treppen, in seinem Weg befinden.

Möchten Sie ihren Rücken nicht unnötig belasten, kann die Anschaffung eines solchen Haushaltroboters durchaus sinnvoll sein. Er kann ihren Staubsauger und Wischmopp zwar nicht komplett ersetzen, aber für die Reinigung zwischendurch eignet er sich allemal. Gerade für Personen im Seniorenalter, die besonders anfällig für Rückenbeschwerden sind, kann ein Putzroboter die perfekte Unterstützung im Haushalt sein.

4. Nicht alles auf einmal! – regelmäßige Pausen einlegen


Gerade zum Frühjahrsputz hin, häufen sich die Unterpunkte auf der Checkliste, aller Aufgaben im Haushalt. Vieles muss bis ins letzte gesaugt, gewaschen, ausgesondert und ausgeklopft werden. All das benötigt seine Zeit. Schließlich wurde auch Rom nicht an einem Tag erbaut.

Teilen Sie sich die Arbeit über mehrere Tage und Wochen ein, um nicht alles auf einmal erledigen zu müssen. Ihr Rücken wird es ihnen danken. Wer nämlich am selben Tag Küche und Bad reinigt, den Staub aus allen Ecken entfernt, die Fenster putzt und den Rasen neu legt, darf sich über die darauffolgenden Rückenbeschwerden nicht wundern.

5. Hören Sie auf ihren Körper


Beim Frühjahrsputz kann man schon mal ein leichtes Zwicken im Rücken verspüren. Verschlimmert sich der Schmerz jedoch, wäre es fahrlässig, den Rücken weiterhin zu belasten. Hören Sie auf die Signale, die ihnen ihr Körper vermittelt und gönnen Sie ihm eine Auszeit.

Meistens handelt es sich bloß um eine leichte Muskelverspannung, welche mit Wärme behandelt werden kann. Sollte der Schmerz in den nächsten Tagen nicht abklingen, wäre ein Besuch beim Hausarzt sicherlich nicht verkehrt.

6. Den Rücken auf die Belastung vorbereiten


Rückenbeschwerden in den Frühlingsmonaten März und April sind keine Seltenheit. Grund dafür ist, dass die meisten Leute während den Wintermonaten ihre sportliche Aktivität extrem herunterfahren. Nach der langen Winterpause stürzen sich dann viele in den Frühjahrsputz, was die Rückenmuskulatur nicht mehr gewohnt ist.

Verspannungen und Verrenkungen im Rücken haben somit leichtes Spiel. Wer besonders viel mit der Winterfaulheit zu kämpfen hatte, sollte deshalb seine Rumpf- und Rückenmuskulatur auf den anstehenden Putzmarathon vorbereiten.

Bereits leichte Bauch- und Rückenübungen können helfen. Haben Sie generell im Alltag mit Rückenbeschwerden zu kämfen, lohnt sich ein solches Training ohnehin. Sie brauchen dafür keine speziellen Geräte – wie ihnen folgendes Video veranschaulicht.


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